Deutsch-Italienische Gesellschaft Bielefeld © Jürgen Adam
Rundschreiben Info-Brief – November 2022 Liebe Mitglieder und Freunde der DIG, sehr geehrte Damen und Herren! Der neue Vorstand der DIG Bielefeld hat sich nach den Neuwahlen zu einer konstituierenden Sitzung getroffen und eine Reihe von Ideen gesammelt, die nach und nach umgesetzt werden sollen. Alle brauchen etwas Vorlauf, und wir werden Sie über den weiteren Fortschritt auf dem Laufenden halten. Wie schon in früheren Jahren zuletzt unterbrochen durch die Corona-Epidemie konnten wir in Kooperation mit der „Kamera“ fünf aktuelle Filme und einen älteren Klassiker in Originalsprache zeigen. Wir haben den Eindruck, dass dieses Angebot unter den Italophilen Bielefelds immer mehr angenommen wird und freuen uns über den regen Besuch. Am 7.12.2022 wird Prof. Dieter Richter den nächsten Vortrag halten über ein Thema, zu dem er auch ein Buch veröffentlicht hat: Fontane und Italien Der märkische Skeptiker im Süden und der Süden in seinem Werk Mittwoch, 07.12.2022, 19:00 Uhr in der VHS Bielefeld, Historischer Saal »Wie leicht ist es geworden, Italien zu besuchen!« Theodor Fontane war einer der ersten modernen Touristen, die mit der Eisenbahn in den Süden reisten. Und man ahnt schon, welche Landschaft der Dichter am Ende mehr schätzte: die Mark Brandenburg oder den Golf von Neapel: Einen »Nordlandsmenschen« hat Theodor Fontane sich selbst genannt, doch die Grand Tour durch Italien ließ er sich nicht entgehen: Vom Anhalter Bahnhof in Berlin reiste er 1874 mit der Eisenbahn und Frau Emilie nach Verona, Venedig, Florenz, Rom und Neapel. Er genoss die Annehmlichkeiten des modernen Reisens inklusive reduziertem Rundreisebillett, Baedeker, Gepäckträger, Grandhotel und Absinth im Café. Und obwohl Fontane dem Süden gegenüber skeptisch blieb (»Sehnsucht nach Teppich und Doppelfenster!«), finden sich seine Italien- Eindrücke in den großen Romanen wieder: »Das ist ja wie Capri!«, sagt Effi Briest, als sie mit Instetten nach Rügen kommt. In Schach von Wuthenow und L’Adultera befreien sich die Frauen der Gesellschaft in Preußen durch Flucht nach Italien. Dazu laden wir herzlich ein. Ebenso laden wir ein zu unserem Literaturkreis: Der Literaturkreis „Italienische Literatur gemeinsam entdecken – Lektüre und Gespräche in deutscher Sprache“ trifft sich das nächste Mal am Montag, 5.12.2022, um 15:00 Uhr im Raum 261 der VHS Bielefeld. Wir sprechen im Dezember über den Roman „Denn nichts ist je vergessen“ von Adele Marini. Adele Marinis Roman liegt die wahre Geschichte einer Frau zu Grunde, die als Kind als einzige ihrer Familie ein grausames Blutbad überlebte. Als Vierjährige wurde Marcella Grazioso aus einem sizilianischen Kinderheim adoptiert und kam nach Mailand. Als junge Frau will sie endlich herausfinden, wer ihre wirklichen Eltern waren. Sie wendet sich an eine Fernsehsendung, in der nach vermissten Personen geforscht wird. Bald darauf erhält Marcella einen anonymen Brief mit einem Zeitungsartikel: Anfang der 70er Jahre wurde in Catania eine ganze Familie in einem grausamen Blutbad ausgelöscht, und nur ein vierjähriges Mädchen blieb wie durch ein Wunder verschont aus einem einzigen, schrecklichen Grund… [Klappentext] Wir hoffen auf Ihr Interesse und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen! i.V. Jürgen Adam und Dr. Susanne Hecht und das Vorstandsteam
Deutsch-Italienische Gesellschaft Bielefeld © Jürgen Adam
Rundschreiben Info-Brief      –      November 2022 Liebe Mitglieder und Freunde der DIG, sehr geehrte Damen und Herren! Der neue Vorstand der DIG Bielefeld hat sich nach den Neuwahlen zu einer konstituierenden Sitzung getroffen und eine Reihe von Ideen gesammelt, die nach und nach umgesetzt werden sollen. Alle brauchen etwas Vorlauf, und wir werden Sie über den weiteren Fortschritt auf dem Laufenden halten. Wie schon in früheren Jahren zuletzt unterbrochen durch die Corona-Epidemie konnten wir in Kooperation mit der „Kamera“ fünf aktuelle Filme und einen älteren Klassiker in Originalsprache zeigen. Wir haben den Eindruck, dass dieses Angebot unter den Italophilen Bielefelds immer mehr angenommen wird und freuen uns über den regen Besuch. Am 7.12.2022 wird Prof. Dieter Richter den nächsten Vortrag halten über ein Thema, zu dem er auch ein Buch veröffentlicht hat: Fontane und Italien Der märkische Skeptiker im Süden und der Süden in seinem Werk Mittwoch, 07.12.2022, 19:00 Uhr in der VHS Bielefeld, Historischer Saal »Wie leicht ist es geworden, Italien zu besuchen!« Theodor Fontane war einer der ersten modernen Touristen, die mit der Eisenbahn in den Süden reisten. Und man ahnt schon, welche Landschaft der Dichter am Ende mehr schätzte: die Mark Brandenburg oder den Golf von Neapel: Einen »Nordlandsmenschen« hat Theodor Fontane sich selbst genannt, doch die Grand Tour durch Italien ließ er sich nicht entgehen: Vom Anhalter Bahnhof in Berlin reiste er 1874 mit der Eisenbahn und Frau Emilie nach Verona, Venedig, Florenz, Rom und Neapel. Er genoss die Annehmlichkeiten des modernen Reisens inklusive reduziertem Rundreisebillett, Baedeker, Gepäckträger, Grandhotel und Absinth im Café. Und obwohl Fontane dem Süden gegenüber skeptisch blieb (»Sehnsucht nach Teppich und Doppelfenster!«), finden sich seine Italien-Eindrücke in den großen Romanen wieder: »Das ist ja wie Capri!«, sagt Effi Briest, als sie mit Instetten nach Rügen kommt. In Schach von Wuthenow und L’Adultera befreien sich die Frauen der Gesellschaft in Preußen durch Flucht nach Italien. Dazu laden wir herzlich ein. Ebenso laden wir ein zu unserem Literaturkreis: Der Literaturkreis „Italienische Literatur gemeinsam entdecken – Lektüre und Gespräche in deutscher Sprache“ trifft sich das nächste Mal am Montag, 5.12.2022, um 15:00 Uhr im Raum 261 der VHS Bielefeld. Wir sprechen im Dezember über den Roman „Denn nichts ist je vergessen“ von Adele Marini. Adele Marinis Roman liegt die wahre Geschichte einer Frau zu Grunde, die als Kind als einzige ihrer Familie ein grausames Blutbad überlebte. Als Vierjährige wurde Marcella Grazioso aus einem sizilianischen Kinderheim adoptiert und kam nach Mailand. Als junge Frau will sie endlich herausfinden, wer ihre wirklichen Eltern waren. Sie wendet sich an eine Fernsehsendung, in der nach vermissten Personen geforscht wird. Bald darauf erhält Marcella einen anonymen Brief mit einem Zeitungsartikel: Anfang der 70er Jahre wurde in Catania eine ganze Familie in einem grausamen Blutbad ausgelöscht, und nur ein vierjähriges Mädchen blieb wie durch ein Wunder verschont aus einem einzigen, schrecklichen Grund… [Klappentext] Wir hoffen auf Ihr Interesse und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen! i.V. Jürgen Adam und Dr. Susanne Hecht und das Vorstandsteam